Home | english  | Impressum | Sitemap | KIT

Martensitische Phasenumwandlung in Dualphasenstählen

Ansprechpartner: Michael Pfund

  Motivation und Ziele:
Das Gefüge und damit auch die mechanischen Eigenschaften von Stählen lassen sich durch gezielte Wärmebehandlungen optimieren. Insbesondere durch die dabei auftretenden Phasenumwandlungen können hohe Festigkeiten und Duktilitäten erzielt werden. Um die Prozesse der Wärmebehandlung besser zu verstehen und zu optimieren, werden im Teilprojekt A19 spezielle Hochtemperaturversuche durchgeführt, die eine elektonenmikroskopische Untersuchung des Gefüges während der gesammten Wärmebehandlung erlauben. Die dabei gewonnen Informationen werden in der Simulation der Gefügeentwicklung in den anderen Teilprojekten eingesetzt.
Untersuchungen Ergebnisse
Mit Hilfe eines Hochtemperatur EBSD-Experiments welches in-situ im Rasterelektronenmikroskop durchgeführt wird, wird die Gefügeentwicklung an der Oberfläche verschiedener Stähle untersucht. Dadurch können unterschiedliche Wärmebehandlungsparameter direkt mit der sich daraus ergebenden Mikrostruktur verknüpft werden. Der Fokus liegt dabei auf der martensitischen Phasenumwandlung und den dabei sich bildenden dual- bis komplexphasigen Mikrostrukturen insbesondere hinsichtlich Variantenselektion und Orientierungsbeziehungen.
  • REM- und EBSD-Daten zur Umwandlung Ferrit-Austenit und Austenit-Martensit
  • Methoden zur Auswertung der EBSD-Daten zur Bestimmung von Orientierungsbeziehungen und Variantenselektion
  • Direkte Untersuchung des Einflusses des Austenitgefüges auf die martensitische Mikrostruktur (Nukleation, Umwandlungsreihenfolge)
  • Kombination der Gefügeentwicklung mit lokalen Härtemessungen

EBSD-Scan des Austenit- und daraus resultierenden Martensitgefüges 

Die martensitische Umwandlung in Eurofer97 kann in Echtzeit beobachtet werden.